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Vive le Tour, oder was?? Drucken
Tour de FranceDie Meldungen der Tour de France 2007 waren alles andere als sportlicher Art. Das Highlight vom Etappensieg und den Tag in Gelb durch Linus Gerdemann ging fast unter, hat jedoch die echten Fans sehr gefreut!

Dann schien ein Dopingskandal den anderen zu jagen, und selbst nach der Tour kommt der Radsport kaum zur Ruhe. Die in Deutschland stattfindenden Nachtourkriterien in Ratingen, Mönchengladbach und vor allem in Neuss, haben allerdings gezeigt, dass die Fans dem Sport weiter die Treue halten. Das ist eine gute Ausgangsposition für den Radsport, aber es liegt trotzdem ein gewaltiges Stück Arbeit vor allen: Den Sportlern, den Teams, Verbänden und Kontrollinstanzen, aber auch die Medien und die Sponsoren werden sich in den Kampf um ein besseres Image und mehr Sauberkeit einklinken müssen.

Was für einige das Ende ist, welches sich abzeichnet nennen andere wiederum eine Chance zur Erneuerung. Es ist ein bisschen von Beidem. Einerseits, muss man sich darüber klar werden, dass es einen ganz sauberen Sport niemals geben wird. Solange in Politik und Wirtschaft bestochen und geschmiert wird, solange sich Jugendliche am Wochenende Partydrogen reinziehen, ist es eine Illusion, dass der Sport sauber wird.

Andererseits darf man aber den Kampf gegen die, die sich über bestehende Regeln des Sports hinwegsetzen nicht gewähren lassen, denn eben diese Unverbesserlichen könnten das Ende aller Glaubwürdigkeit bewirken.

Das gilt natürlich für den Profisport, und dass quer durch alle Sportarten, bis hinunter in den Breitensport, wo überhaupt nicht kontrolliert wird und bei Massenveranstaltungen sowie in dubiosen Fitnessstudios wird man viele „Athleten“ finden, die auf illegale Wiese versuchen ihre Leistung zu steigern.

Was wir brauchen, ist vor allem eine gute Betreuung und Aufklärung der Nachwuchssportler, und wir müssen lernen, dass einer der es ungedopt in den Endlauf bei Olympia schafft, dort aber untergeht, eher ein Held ist als der betrügerische Goldmedaillengewinner aus einem Land, das keine WADA Kontrolleure ins Land lässt.

Solang Fördergelder für Verbände bei uns in Deutschland an Leistungen festgemacht werden, die man ohne Doping fast nicht zu erreichen in Stande ist, kommt auch aus der Politik das falsche Signal.

Man wünscht sich ein wirklich konsequentes Antidopinggesetz, und die Hilfe der Medien, damit auch ein 15. Platz in der Gesamtwertung der Tour de France oder das Erreichen eines olympischen Finales einen deutschen Sportler schon zum Helden machen kann.

Die sauberen Athleten brauchen Unterstützung damit sie im Falle eines Sieges nicht unter Dopinggeneralverdacht stehen, sonder wegen der umfassenden und lückenlosen Kontrollen in der Zukunft allen Kritikern vom Treppchen zurufen können: „Schaut her, ich bin sauber…“
Es ist ein langer und harter Weg, aber wir müssen ihn beschreiten – alle denen der Sport etwas bedeutet!
 
Marcel Wüst
 
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